Teil 5: RFID Codeschloss für den Keymatic eQ-3 Türschlossantrieb

Vor etwa 10 Monaten habe ich ein RFID Codeschloss Projekt für den alten Keymatic KM300 IQ+ / Abus CFA1000 Türschlossantrieb vorgestellt (Teil 1,Teil 2,Teil 3,Teil 4). Die Motivation war damals einen Ersatz für das Original Codeschloss zu finden. Dieses Codeschloss verschleißt schnell und ist am Markt nicht mehr erhältlich. Die Resonanz auf den Beitrag war deutlich über meinen Erwartungen.
Der Türschlossantrieb ist vor einiger Zeit in einer neuen Version namens Keymatic eQ-3 erschienen.
Keymatic_eQ-3
Für diesen gibt es meines Wissens kein sinnvolles Codeschloss auf den Markt**. Ein Freund wollte nun auch so ein Codeschloss wie wir es in Betrieb haben. Deshalb habe ich mich daran gesetzt, das RFID Codeschloss für die eQ-3 Version zu erweitern. Das Konzept des RFID Codeschlosses ist gleich geblieben und ist in den alten Blogeinträgen beschrieben. Deshalb werde ich hier auf die Unterschiede fokussieren. Weiterhin habe ich die Gelegenheit genutzt, das Codeschloss über WLAN programmierbar zu machen. Dies und weitere Schaltungsvarianten stelle ich in einem folgenden Teil vor.

Welches Codeschloss habe ich?
Auf der unteren Seite des Türschlossantriebs steht die Version. Hier ein Foto von der Keymatic eQ-3. Bei den alten Antrieben steht dort bei Abus CFA1000 oder KM300 IQ+ für die Keymatic Version.
eQ3_bottom

Unterschiede des alten IQ+ Antriebs zum neuen eQ-3 Modell
Der wesentliche Unterschied besteht in den neuen Funksendern und dem neuen Funkprotokoll. Die Sender laufen jetzt mit 1.5V und nutzen ein proprietäres, bidirektionales Protokoll namens Bidcos. Durch die bidirektionale Übertragung wird die Übertragung sicherer. Beim alten Codeschloss musste man die Tasten des Senders länger drücken, um sicherzustellen, dass die Türe schließt. Entsprechend verhält sich auch das Codeschloss. Bei den neuen Handsendern ist das nicht mehr nötig. Ein kurzer Puls langt, der Handsender beginnt sein Protokoll mit der positiven Flanke und schon schaltet das Schloss.

Für das neue eQ-3 Modell muss also:

  • die SW so geändert werden, dass nur kurze Pulse für Öffnen/Schließen erzeugt werden
  • die HW so geändert werden, dass sie mit den 1.5V Handsendern zusammenarbeitet
  • eine Methode gefunden werden, einen Handsender passend umzubauen

Es gibt noch einen verkraftbaren Nachteil des neuen eQ-3 Modells: Drückt man bei dem neuen Modell die Taste „Abschließen“ wenn das Schloss verriegelt ist (also der Riegel ausgefahren ist), so wird die Türe entriegelt. Um ein Missverständnis zu vermeiden: Die Türe wird nicht aufgeschlossen, aber der Riegel wird eingefahren.
Dieses Verhalten des eQ-3 Modells hat den Nachteil, dass man keinen öffentlich bekannten Code wie 0# zum Abschließen verwenden sollte. Man kann zwar nicht aufschließen, aber entriegeln. Bei dem alten Modell führt wiederholtes Abschließen nicht zu einer Entriegelung.

Umbau des Handsenders:
Den Handsender muss man zum Umbau öffnen. Dazu die Batterie entnehmen und dann die Haltelaschen ringsherum um das Gehäuse aushaken. Das ist nicht weiter schwer und mit etwas Fingerspitzengefühl machbar. Dreht man die Platine dann auf die Seite mit den Tastern, so lassen sich Testpunkte mit der Bezeichnung MPn (n=Zahl) finden.
eQ3_Umbau_Sender
Wir brauchen MP6 und MP5. An diese Punkte sowie an Plus- und Minuspol des Batteriefachs Kabel anlöten. Die Kabel vor dem Zusammenbau noch kurz markieren. Wenn man die Kabel so wie im Bild gezeigt verlegt, kann man den Handsender wieder zusammenbauen und auch noch mit einer Batterie und den eingebauten Tasten betreiben. Das Ergebnis sieht dann so aus:
eQ3_Sender_fertig
Warnung: Bitte keine Batterie einlegen, wenn der Handsender von der Codeschloss Schaltung mit Spannung versorgt wird! – Die Batterie würde gegen den Festspannungsregler „antreten“ …

Da die eQ-3 Handsender mit 1.5V laufen, brauchen wir eine entsprechende Versorgungsspannung. Prinzipiell könnte man den Handsender auch weiterhin mit einer Batterie betreiben. Aber wenn schon, dann richtig. Also habe ich die Schaltung um einen LM1117-1.5V Festspannungsregler und einen Stützelko ergänzt. Die Spannungsversorgung habe ich im Unterschied zum alten Sender permanent gestaltet. Die neuen Handsender beginnen nach dem Einlegen einer neuen Batterie einen Initiationsprozess. Den wollen wir nicht bei jeder Codeeingabe auslösen.

Um die Tasten über die Punkte MP5&6 ansprechen zu können, habe ich an die Arduino Pins für Öffnen und Schließen Spannungsteiler aus 100kOhm und 220kOhm angebaut. Damit entsteht zwischen den beiden Widerständen ein Punkt, an dem der Arduino nun eine Potentialdifferenz von 1.5V schalten kann. Der Strom durch diese Spannungsteiler ist im Mikroampere-Bereich und vernachlässigbar. Die Eingänge der Funkfernbedienung sind hochohmig und funktionieren mit diesem Konzept sehr gut.

Von der Hardware-seite her ist die Änderung damit abgeschlossen. Hier das entsprechende Schaltbild:
Codeschloss Arduino fuer Homematic eQ3

Änderung der Software:
Wie schon zuvor erwähnt, habe ich die Pulsdauer für Öffnen/Schießen verkürzt; konkret auf 100 Millisekunden. Das hat auch einige Einflüsse auf die Signale am Codeschloss (Buzz & LED). In den Code habe ich in der HandleCodes.ino einen #define eingebaut, mit dem man alle Codeänderungen zentral schalten kann:

So erzeugt man den Code für die eQ-3 Version:
#define EQ3LOCK 1 // enable this define for support of the new Keymatic eQ-3 lock

und mit // davor wird def Define auskommentiert und die IQ+ Version ist aktiv:
//#define EQ3LOCK 1 // enable this define for support of the new Keymatic eQ-3 lock

Hier ist der passende Code für den WiegandController V1.2; Benutzer bestehender Installationen können den Code einfach upgraden (defines beachten). Die Belegung des EEProms ist gleich geblieben. Wiegand_Controller_1.2_EQ3

Im Teil 6 stelle ich einige Schaltungsvarianten vor. Dort ist auch ein konkreter Aufbau zu sehen.

 


 

** Es gibt offenbar einen oder mehrere Drittanbieter, welche ein Bundle aus einem DK-2882 Codeschloss und eine HomeMatic Schnittstelle 76784 für 170-190€ verkaufen. Dieses Bundle ist m.E. zweifacher Unsinn:
1. Man bekommt Codeschloss und Schnittstelle für ingesamt unter 120€, wenn man sie bei Conrad oder ELV direkt kauft.
2. Die Konstruktion ist unsicher. Wenn man die Homematic Schnittstelle an dem Codeschloss anschließt, liegen die Anschlüsse zum Aufschließen vor der Haustüre! – Eine Sabotage ist extrem einfach. Man kann die Türe mit einem Stück Draht öffnen, wenn man an die Rückseite des Codeschlosses oder die Kabel dahinter gelangt.

29 Gedanken zu „Teil 5: RFID Codeschloss für den Keymatic eQ-3 Türschlossantrieb

  1. Mickey

    Hallo,

    bei der Suche nach Ersatz für den HomeTec CFT 1000 (Codeschloss) bin ich durch Zufall auf diese tolle Anleitung gestoßen.
    Ich habe mehrere CFT 1000 im Einsatz – bei allen geben nach und nach die Taster den Geist auf 🙁

    Nun möchte ich, entsprechend der Anleitung, zum Test und aus Spaß am Basteln, die hier vorgestellte Variante realisieren und für Testzwecke die Kosten möglichst gering halten. Ich habe mich für folgende Komponenten entschieden:
    Codeschloss IK-500 inkl. Transponder K694 (I-Keys, 43 €, Ebay)
    Mini USB Nano V3.0 ATmega328 mit FDTI – Arduino Clon (8,60 € zzgl. Versand aus D, Ebay)
    1A Universal Netzteil 3 / 4,5 / 5 / 6 / 7,5 / 9 und 12V AC/DC 1000mA (11 €, Ebay)
    Kann ich mit diesen Komponenten die Ansteuerung des CFA1000 (Schlossantrieb) erreichen?

    Da das CFT 1000 (Codeschloss) ja mit Batterie betrieben wird, kann die Tür auch bei Stromausfall geöffnet werden. Gibt es die Möglichkeit das IK-500 (Codeschloss) und den Arduino über eine Notsromquelle für eine längere Zeit bei Stromausfall weiter zu betreiben? Wie müsste diese Stromquelle aussehen und wie kann diese angeschlossen werden?

    Mfg
    Mickey

    Antworten
    1. Mickey

      Ist es ggf. zusätzlich möglich, den CFA 1000 (Schlossantrieb) dauerhaft ohne Batterien,sondern über ein Netzteil, zu betreiben?
      Wie kann der Anschluss erfolgen?

      Antworten
      1. ST Artikelautor

        Hallo Mickey,

        gehen wir Deine Fragen mal der Reihe nach vor:
        Die Komponenten sollten passen. Für das IK500 brauchst Du evtl. noch zwei Codezeilen für einen Wiegand 34 Bit Support. Sollte aber gehen und ich meine, dass das irgendwer in den ganzen Kommentaren auch schon mal bestätigt hat. Nano passt auch. Das Netzteil brauchst Du eigentlich nicht. Ich habe den Schaltplan so ausgelegt, dass der typische Klingeltrafo die Schaltung inkl. Codeschloss mitversorgen kann. Was Du natürlich noch brauchst ist ein Codesender für den Umbau. Falls es klingeln soll, brauchst Du noch ein Relais/Relaisboard.

        Dann zur Stromversorgung:
        Ich habe keine Ahnung, wieviel das IK500 im Ruhezustand „frisst“. Gehen wir mal von bis zu 100mA aus. Der Arduino ist mit 20mA dabei. Für eine Notstromversorgung wäre ein Bleiakku wohl das Beste. Dann müsstest Du noch eine entsprechende Schaltung für eine Erhaltungsspannung dazubauen. Ein Bleigelakku hat >5Ah, so dass Du locker 24-48h überbrücken kannst.
        Das CFA1000 hat einen Anschluss für eine externe Spannungsversorgung. Schau mal unten; da sind Anschlüsse. Wenn Du eine Doku dazu suchst, schau mal nach der baugleichen Keymatic. Damit habe ich mich bisher nicht beschäftigt, da die Batterien bei uns >1/2 Jahr halten.

        Gruss Stefan

        Antworten
        1. Mickey

          Danke für die schnelle Antwort.
          Ich habe nun alles angeschlossen. Auf dem Arduino läuft der Wigand_Controller in Version 1.1. Bei Codeingabe bekomme ich die Fehlermeldung: „Unknown format. Cannot decode 50 bit format.“
          Was habe ich falsch gemacht?

          Antworten
          1. ST Artikelautor

            Die Logik in der Software nimmt maximal 50Bits als Input auf dem Wiegand Port entgegen. Da für einen 50 Bit Input keine Dekodierung hinterlegt ist, kommt diese Fehlermeldung. Wenn alles richtig laufen würde, hätte ich bei einem IK500 eher „Cannot decode 34 bit format.“ erwartet.

            Folgende Fehlerquellen fallen mir ein:

            1. Massen nicht verbunden:
            Das wäre offen gesagt der Anfänger-Klassiker – hat jeder schon mal „hinbekommen“ 🙂
            Die Massen (GND) aller beteiligter Komponenten müssen verbunden sein. Ansonsten kann der Arduino keine Spannungsunterschiede an den Digitalpins erkennen. Da die Eingänge hochohmig sind, wird irgend ein Unsinn eingefangen und damit kommt die Fehlermeldung raus.

            2. Arduino defekt:
            Wenn man die D2/D3 Pins überlastet hat, kann es dazu kommen, dass nur noch Unsinn im Chip ankommt. Der Effekt ist der selbe wie bei der GND Problematik. Hier hilft nur ein neuer Arduino. Man kann leider nur die Pins D2&3 verwenden, da nur diese Pins interruptfähig sind.

            3. Schloss defekt – halte ich für eher unwahrscheinlich.

            4. Spannungsversorgung taugt nix
            Die Spannungsversorgung für das Schloss / den Arduino ist nicht stabil / nicht stabilisiert.

            Ich hoffe Du kommst damit weiter.

            Gruss Stefan

      1. Markus

        Hallo,
        ich habe auch versucht einen Fingerprint F2-2 mit einem Nano und der Software zum laufen zu bringen. Jedoch bekomme ich auch immer die 50 Bit Meldung. Scanne ich einen Finger oder RFID ein, so sehe ich keinen Eingang. Es kommt immer nur gelegentlich die 50 Bit Meldung. Masse habe ich verbunden. Kann ich irgendwie festellen was von meinem Fingerprint über die Schnittstelle gesendet wird?

        Antworten
        1. ST Artikelautor

          Hallo Markus,

          die 50 Bit Meldungen deuten auf unsinnige Signale am Wiegand Interface hin. Sollten tatsächlich mehr als 50Bit übertragen werden, kannst Du das in den Lowlevel Wiegand Routinen anpassen:
          #define MAX_BITS 50

          Aufgrund der Meldung gehe ich aber eher davon aus, dass entweder etwas anderes als Wiegand Standard auf den Pins übertragen wird oder die Masse/Signal Verbindungen nicht passen.

          Gruss Stefan

          Antworten
          1. Markus

            Danke für die schnelle Antwort. Gibt es eine Möglichkeit die übertragenen Wiegand-Daten ungefiltert anzuzeigen. Ich die Vermutung, dass F2-2 (Sebury) blödsinn überträgt. Bevor ich ihn aber reklamiere würde ich gerne prüfen was da über die Leitung geht.

          2. ST Artikelautor

            Hallo Markus,

            du kannst eigentlich nur einen anderen Wiegand Leser versuchen oder per Oszi oder Logic Analysator drauf schauen. Intuitiv würde ich nochmal intensiv nach einem Fehler suchen.

            Gruss Stefan

          3. Markus

            Ich nochmal 🙁
            Leider komme ich mit dem Projekt nicht weiter. Ich habe das F2-2 (Fingerprint) an den Händler zur Überprüfung geschickt. Lt. Händer werden die Wiegand-Daten über die Schnittstelle gesendet. Ich kann jedoch beim Lesen des Fingers keinen Eingang im Arduino feststellen. Es passiert einfach nichts. Das Menü stehe ich Putty und auch die Menüpunkte kann ich auswählen. Ich habe den Fingerprint und Arduino jeweils am Laptop über USB angeschlossen.
            Was mache ich bloß falsch?

  2. Mickey

    Habe nun alles an der Tür verbaut und festgestellt, dass der Schlossantrieb beim entriegeln die Türfalle nicht nach hinten zieht. Woran kann das liegen?

    Gruß Mickey

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Hi Mickey,

      aus Deinen Kommentaren schließe ich darauf, dass Du einen CFA1000 Antrieb einsetzt (also das alte Modell). Dann hast Du ja vermutlich wie in Teil 1 beschrieben einen Handsender als Sender umgebaut. Ich tippe mal ganz arg darauf, dass Du dabei nicht die richtigen Pins erwischt hast. Es gibt je einen Pin für die Tasten auf der Fernbedienung: Abschließen, Aufschließen und Öffnen. Vermutlich hast Du statt Öffnen (Schnapper zurückziehen) die Funktion Aufschließen verkabelt.

      Gruss Stefan

      Antworten
      1. Mickey

        Genau so ist es XD
        Jetzt läuft alles wunderbar. Habe nur soeben festgestellt, dass der Schlossantrieb ohne Einwirkung durch einen Benutzer (quasi automatisch) verriegelt. Ist das im Programm so definiert? Oder stimmt bei meiner Installation was nicht?

        Antworten
        1. ST Artikelautor

          Da wird nix automatisch verriegelt. Die Pins für Öffnen/Abschließen werden nur geschaltet, wenn es explizit per Code/RFID ausgelöst wird. Da stimmt vermutlich was nicht.
          Ob gesendet wird, kannst Du an der LED auf dem umgebauten Sender erkennen. Die LED sollte nur leuchten, wenn per Codeschloss einen Event auslöst. Wenn da irgendwas automatisch passiert, müßtest Du das an einem unkontrollierten Leuchten der LED sehen können.

          Antworten
    1. ST Artikelautor

      Geht das auch ohne CCU/CCU2? – Dazu müßte das Modul einen Keeloq Chip enthalten, was bei den normalen Homematic Komponenten nicht der Fall ist. Deshalb wundert mich, dass das geht.

      Gruss Stefan

      Antworten
      1. Thomas

        Hallo,
        geht, wenn man die CCU dazu verwendet.

        Ohne CCU bzw. mit der CCU die Komponente direkt anzulerenen hab ich noch nicht versucht – sollte aber auch klappen. HomeMatic verschlüsselt ja die Übertragung.

        Antworten
        1. ST Artikelautor

          Danke für die Info. Ich bin kein Homematic Experte. Meines Wissens ist allerdings die Verschlüsselung bei der Homematic Kommunikation nicht identisch zu der Kommunikation zwischen Handsender/CCU und dem Codeschloss. Letzteres setzt eine Keeloq Verschlüsselung ein. Es könnte also sein, dass die CCU das Türschloss ansprechen kann, es aber direkt nicht klappt. –> Expertenstatement erwünscht 🙂

          Antworten
  3. Thomas

    Guten Abend!

    Werde das gerne testen, die Komponenten liegen nun parat.

    Jetzt habe ich jedoch eine Frage als Arduino Anfänger:

    Folgende Komponenten liegen mir vor

    – Sebury Zutrittskontrolle sTouch-standalone-W-w (Tolles Teil!)
    – Ein Arduino Leonardo Clone von hier: http://www.ebay.de/itm/SainSmart-Leonardo-R3-Micro-ATMEGA32U4-USB-Cable-For-Arduino-Compatible-DE-Lager-/221586387901?hash=item339793f3bd:g:sdMAAOxyZqhRh1Bb

    für den zweiten Teil liegt vor:
    – Homematic KeyMatic Türschlossantrieb
    – 8 Kanal Sendemodul
    – Fernbedienung
    – und jede Menge was man eben als Elektroniker benötigt.

    Aktuelles Problem:

    Der Arduino-Clone ist über USB angeschlossen zum programmieren.
    Programmierung erfolgt fehlerfrei.
    Mit dem in der Arduino Software beigepackten Serial Monitor erscheint das Menü nun eher sporadisch bis gar nicht. Nach der Programmierung höre ich den PC Sound „dadum“ mit dem sich der USB Port abmeldet und dann ist meist Ende. Jedoch wenn ich das Codeschloss anschließe erhalte ich Meldungen wie „Read 18 bits. FacilityCode,CardCode = 0,65429“ auf der Klingeltaste und „Unknown format. Cannot decode 50 bit format.“ wenn ich eine Karte vorhalte.

    Eigentlich müsste doch erstmal das Menü erscheinen?

    Über hilfe – gerne auch per Mail würde ich mich sehr freuen!

    Beste Grüße
    Thomas

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Mit dem Leonardo habe ich keine praktische Erfahrung. Das Ding ist bzgl USB und Interrupt Verhalten speziell. Hast Du einen Arduino/Clone mit einem 328p?(Uno,Nano,MiniPro etc).

      Antworten
      1. Thomas

        Ein UNO ist auf dem Weg.
        Jedoch hab ich das Problem mit dem Menü und der seriellen Kommunikation lösen können.

        #if defined(__AVR_ATmega32U4__)
        if (Serial.available()) serialEvent();
        #endif

        am Ende des Loops und schon funktioniert die Tasteneingabe im Menü bzw. der Arduino Leonardo spricht mit mir.

        Das Menü erscheint mit
        while (!Serial).

        Damit wird gewartet bis die serielle Verbindung steht. Wie Du schon geschrieben hast, der Leonardo scheint hier speziell zu sein.

        Schritt 1 wäre also schon mal geschafft 🙂 Jetzt hab ich aber noch das Problem:
        >Unknown format. Cannot decode 50 bit format.
        Kann es sein, dass mein Sebury ein anderes Format hat? Hast Du mir hier einen Tipp?

        Antworten
        1. Thomas

          😉 Die Welt lebt vom Experimentieren. Nachdem ich den Sebury in den „Reader“ Modus eingestellt habe, klappt es schon besser. Zuvor war das Gerät im Standalone Modus 🙂

          Zu guter Letzt musste noch die 4-Bit Invertierung aktiviert werden.

          Nun kann ich tatsächlich RFID Karten anlernen, einlesen etc…
          Herzlichen Dank!

          Antworten
          1. ST Artikelautor

            Super. Danke für die Rückmeldung.
            50Bit sind ein fach das Maximum was der Code einliest. Typischerweise ist dann die Masse/Signalverbindung nicht ok – oder der Arduino hat nen Schuss.

          2. Thomas

            Hi,

            inzwischen klappt alles super!

            Ein traum wäre es, wenn man die „rote“ LED im Sebury-Reader irgendwie ansteuern könnte!

            Folgende Ziele sind aktuell erreicht:
            – Pushnachricht auf Handy wenn Tamper-Alarm
            – Pushnachricht auf Handy wenn geklingelt wurde

            Türe auf/zu sowie Klingeln und Alarm über 8-Kanal Sender von Homematic, alles schön gesockelt auf einem Prototypeboard passend zum Arduino UNU. Kann man hier Bilder hochladen?

            Grüße
            Thomas

  4. Thomas

    Apropos zum Thema Fernbedienung:

    ELV schreibt:
    Die Kommunikation mit der KeyMatic® verläuft nur AES-authentifiziert. Replay- Attacken durch Aufzeichnen von Funkbefehlen sind ausgeschlossen. Die Key- Matic® ist mit einem Klasse-II-Empfänger ausgestattet.

    und dann noch:

    – An beliebige HomeMatic-Fernbedienungen anlernbar

    Viele Grüße
    Thomas

    Antworten
  5. Mathias

    Mein Codeschloss läuft und läuft und läuft.
    Ich weiß, es heißt never change a running system.
    Da ich aber von der Hausverwaltung grünes Licht bekam, möchte ich das Sebury-Codeschloss wieder abbauen.
    Es soll durch einen billigen RFID-Reader und ein Nextion Display mit 3,2 oder 4,3 Zoll getauscht werden.
    Desktop 1 soll meinen Namen und daneben eine virtuelle Klingel anzeigen. Sobald ich eine RFID-Karte über das Lesegerät ziehe, soll Desktop 2 erscheinen, damit man eine PIN eingeben kann.
    Ich werde sobald die Displays da sind, weiter berichten.
    Gruß, Mathias

    Antworten
  6. Mathias

    Hallo Stefan,
    Du hasz geschrieben:
    “ Die Konstruktion ist unsicher. Wenn man die Homematic Schnittstelle an dem Codeschloss anschließt, liegen die Anschlüsse zum Aufschließen vor der Haustüre! – Eine Sabotage ist extrem einfach. Man kann die Türe mit einem Stück Draht öffnen, wenn man an die Rückseite des Codeschlosses oder die Kabel dahinter gelangt.“
    Im Prinzip hast Du ja recht. Aber man könnte die Geschichte durch einfache Mittel sicher machen.
    Duch eine Installation der Fritzbox Anwesenheitskennung und die Eingabe der Handy-MAC-Adressen weiß das System, wer anwesend ist.
    Dazu die Direktverknüpfungem der Keymatic mit dem Handsender wieder löschen.
    Dann ein neues Programm geschrieben:
    Wenn
    Gerät——> Handsender 12345:1 kurz
    ODER
    Gerät——> Handsender 12345:1 lang
    UND
    Sytemzustand—->Anwesenheit.xxxxxx—>ANWESEND
    dann
    Gerät—–>keymatic —–> sofort—> Türe öffnen.
    Das Programm benutze ich sogar, bei RFID oder PIN-Eingabe. Ich denke, sicherer geht es nicht mehr.
    1. liegt bei mir die Auswert-Einheit (Dank Deines Programmes) innen.
    2. Muß der Herr Einbrecher jetzt nicht nur meine RFID-Karte stehlen, sondern auch mein Handy.
    Bedenke, die billigen RFID-Karten sind NICHT fälschungssicher, ein weiterer Unsicherheitsfaktor.

    Antworten

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