Ein See unter unserer Miele W698 Waschmaschine

Vor ein ein paar Wochen meldete mir die Chefin, dass wir einen Wassersee unter unserer Miele Waschmaschine haben. Das ist bei einer Familie mit kleinen Kindern ein Problem mit Prio 1. Also habe ich abends mit der Fehlersuche begonnen und konnte das Problem zum Glück auch relativ schnell aus der Welt schaffen.
Zur Ehrenrettung von Miele möchte ich klar zum Ausdruck bringen, dass wir über eine Miele W698 Baujahr 1989 sprechen, die bisher ohne jedes Problem funktioniert hat und nach 25 Jahren und allen Wäschen von Kleinkinderkleidung ihr erstes Problem hat. Im Rahmen des Ersatzes der für das Problem verantwortlichen Laugenpumpe habe ich auch die Kohlebürsten und die Stoßdämpfer gewechselt. Die Details folgen hier für die Interessierten:

Die Maschine öffnen:
Wirklich super ist bei Miele die Möglichkeit die Maschine durch das lösen von 5 Schrauben an der Front zu öffnen und die komplette Front wie eine Tür aufzuklappen – natürlich nach dem Ziehen des Netzsteckers:
Maschine zu
Nach dem Lösen der 5 Schrauben muss dann noch die messingfarbene Feder hinter der Laugenpumpenklappe nach unten gedrückt werden:
Frontclip bei Laugenpumpe
Danach kann man die Front wegklappen und erhält freien Zugang zum Innenleben:
Maschine offen

Laugenpumpe ersetzen:
Nach dem Öffnen war ziemlich schnell klar, dass das Wasser von der Laugenpumpe kommt. Also muss die Laugenpumpe raus. Leider habe ich dazu kein Foto. Die Sache ist aber gut zu beschreiben. Die Wartungsklappe der sogenannten Fremdkörperfalle öffnen (das ist in der Betriebsanleitung beschrieben: Klappe links/unten öffnen, über den Schlauch das restliche Wasser ablassen und die Öffnung aufdrehen). Im Inneren der Fremdkörperfalle sitzen am Rand im Abstand von jeweils 90 Grad 4 Kreuzschlitzschrauben. In den entsprechenden Löchern sitzt etwas alte Lauge und Schmutz; man kann da aber einfach den Schraubenzieher durchstecken.
Nach dem Lösen der 4 Schrauben kann man die Laugenpumpe nach hinten abziehen. Noch die Steckverbindungen lösen und man kann die Laugenpumpe herausnehmen. Die vier Schrauben sind hier zum Orientierung nachträglich nochmal eingesetzt:
Laugenpumpe alt ausgebaut
Im Details sieht man hier die eigentliche Fehlerquelle. Der Wellendichtring (dunkel, Pfeil) ist undicht geworden (Pfeil) und hier tritt das Wasser/die Lauge aus und läuft nach unten (im Bild nach oben):
Laugenpumpe Undichtigkeit
Man könnte jetzt versuchen die Laugenpumpe zu demontieren und einen neuen passenden Wellendichtring zu bekommen. Es gibt dafür offenbar auch einen Reparatursatz von Miele der wohl um die 30-40€ liegt. Falls man bei einer Original Miele Laugenpumpe bleiben will, könnte sich das rechnen. Das Original Ersatzteil kostet bei Miele ca. 150€ (!). Ich habe mich für ein passendes Ersatzteil eines Drittherstellers entschieden. Dieses lies sich auf ebay einfach unter Abgabe der Miele Modellnummer für 25€ inkl. Versand finden.
Die neue Laugenpumpe passt mechanisch perfekt. Der Stromanschlussstecker passt allerdings nicht. Ich habe hier die Plastikummantelung des Steckers entfernt und so die Kabelschuhe freigelegt. Diese habe ich dann mit Schrumpfschlauch überzogen. Damit passen die Stecker. Die Polung ist übrigens egal. Bei der Laugenpumpe handelt es sich um einen Spaltmotor bei dem die Laufrichtung mechanisch definiert ist.
Hier ein Bild der neuen Laugenpumpe nach dem Einbau (von der Seite in der Maschine; vorne die Fremdkörperfalle; hinten das Lüfterrad):
Laugenpumpe neu eingebaut

Damit war die Maschine wieder funktionsfähig und dicht. Aber wo wir schon mal dran sind habe ich gleich noch die Stossdämpfer und die Kohlebürsten geprüft und getauscht.

Kohlebürsten tauschen:
Zunächst die Maschine wie oben beschrieben öffnen und den Netzstecker ausstecken. Der Motor ist dann rechts unter der Trommel. Nun die markierten 2 Torxschrauben lösen und die Verkleidung (inkl Steinwolle Dämmung) nach vorne abziehen:
Motor Position
Danach kann der Kohlebürstenhalter abgebaut werden; leider habe ich dazu kein Foto im montierten Zustand. Einfach die 4 Torxschrauben lösen, die nach dem Abnehmen der Verkleidung sichtbar sind. Und natürlich die Stecker (siehe Foto) abziehen.
Nach dem Lösen der 4 Schrauben kann man den Kohlebürstenhalter vorsichtig nach vorne herausziehen. Der ausgebaute Kohlebürstenhalter sieht so aus:
Buerstenplatte
Die Erkenntnis: Die Kohlen sind runter und müssen dringendst ersetzt werden. Wie man auf dem Foto sehen kann, reichen die Kohlen gerade noch in den inneren Bereich herein. Im Neuzustand sind die Kohlen ca. 3cm lang.
Es ist übrigens nicht ratsam darauf zu warten, dass der Motor aufgrund von zu kurzen Kohlen stehen bleibt. Häufig ist dann der Kollektor (= Kontakte auf Motor Achse) durch mangelnden Kontakt und daraus resultierenden Funkenflug in Mitleidenschaft gezogen und gegebenenfalls ist der Motor nicht reparabel.
Neue Kohlen gab es wieder über ebay für 14€ inkl Versand. Die Kohlen waren dann schnell gewechselt. Die H-förmigen Abdeckplatten vorsichtig abhebeln und die alten Motorkohlen entnehmen. Am hinteren Ende ist an der Kohle eine Litze mit Kabelschuh befestigt. Diesen ausstecken und die alte Kohle ist raus. Die neuen Kohlen in umgekehrter Reihenfolge einbauen. Dabei auf die richtige Position der Anschrägung der Kohlen achten.
Nun sind die neuen Kohlen zwar drin, aber wie bekommt man sie über den Kollektor geschoben? – Dazu muss man die Kohlen in die Halterung bis zum Anschlag einschieben. Dort rasten die Kohlen ein, so dass sie versenkt sind. Man kann den Bürstenhalter nun problemlos über den Kollektor schieben. Allerdings müssen die Kohlen nach der Montage wieder aus der Arretierung heraus. Dazu habe ich vor der Montage des Halters Zahnstocher von außen in die Metallhülsen um die Kohlen gesteckt. Dann habe ich den Halter wieder auf den Kollektor aufgeschoben. Dann konnte ich am Anschlag durch vorsichtigen Druck auf den Zahntocher die Bürsten aus der Arretierung schieben (und die Zahnstocher rausziehen :-)). Danach den Kollektor die letzten fehlenden Millimeter auf den Motor schieben.
Nun noch den Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge fortsetzen. Fertig.

Stossdämpfer ersetzen:
Beim Herumschrauben an der Maschine waren mir Folgendes aufgefallen:
1. Da sind Kratzer am Bullauge (siehe Foto)
Kratzer auf Bullauge
2. Am Beginn und Ende des Schleuderns „tanzt“ die Trommel zuviel und vermutlich stammen daher die Kratzer, falls die Trommel ab und zu anstößt.
3. Die Stoßdämpfer in der Maschine sind voller altem Fett.

Die Erkenntnis: Die Stoßdämpfer sind im Eimer und dürften es schon eine ganze Weile sein.
Ersatz gab es auch hier wieder per ebay: 15€ inkl Versand. Dafür gibt es zwar keine Stoßdämpfer mit Miele Aufdruck, aber dafür die exakt baugleichen Stoßdämpfer von Suspa, dem Zulieferers des Originalteils.
Die Trommel hängt im oberen Teil der Maschine an vier Federn. Unter der Trommel sitzen links und rechts zwei Stoßdämpfer. Nach dem Öffnen der Maschine sind diese von vorne zugänglich. Man braucht einen Steckschlüsselsatz mit 13er Nuss, Verlängerung und einem Kugelgelenk. Die Schrauben sitzen vom Werk aus recht fest. Man braucht Werkzeug mit einem ordentlichen Hebel.
Da die Stoßdämpfer keine tragende Funktion haben, können sie ohne weitere Maßnahmen ausgebaut und getauscht werden. Am besten fängt man mit dem rechten Stoßdämpfer an. Dieser ist frei zugänglich und ist gut um die Sache einmal zu üben:
Stossdaempfer alt eingebaut re
Danach kommt der rechte Stoßdämpfer an die Reihe. Der funktioniert genauso, wird aber etwas durch die Laugenpumpe verdeckt:
Stossdaempfer alt eingebaut li
Zum Austausch einfach die Mutter oben und unten lösen und entfernen. Danach die Schrauben nach hinten herausziehen und den neuen Dämpfer einsetzen. Dann die Schrauben wieder von hinten einstecken und die Muttern wieder festziehen. Übrigens sind obere und untere Schraube und Mutter gleich. Da kann man nichts verwechseln.
Die alten Stoßdämpfer hatten übrigens so gut wie keine Wirkung mehr. Hier hätte ein Ersatz nach 15 Jahren vermutlich auch nicht geschadet.

Fazit: Nach 25 Jahren waren die Laugenpumpe, die Motorkohlen und die Stoßdämpfer fällig. Für die Ersatzteile waren 54€ zu investieren. Jetzt läuft sie wieder wie neu und hoffentlich nochmal 10 Jahre.

P.S.: Hätte man die Reparatur über den Miele Service ausführen lassen, wäre die Maschine vermutlich ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen. Die Ersatzteile kosten dort insgesamt ca. 3-5 Mal soviel. Dazu wäre die Anfahrt und die Montage gekommen.

25 Gedanken zu „Ein See unter unserer Miele W698 Waschmaschine

  1. Dustin

    Ja es wäre warscheinlich noch teurer als 3-5 mal gewesen, denn wie Sie ja vielleicht wissen, gibt es sehr viele schwrze Schafe ind em Waschmaschinen Reparatur Geschäft, die noch zusätzliche Teile austauschen, die nicht kaputt sind.
    Deshalb hier ein kleiner Tipp an Ihre Leser, falls Sie wirklich einen Reparaturservie brauchen, dann achetn Sie unbedingt auf die Branchenbuch/Google Sternchen Bewertungen von den kunden das sotriert schon 9/10 scharze Schafe aus.

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  2. Alexander Zierrath

    Hallo, mir brannte bei der Lektuere Ihres Blogs schon die ganze Zeit die Frage auf den Lippen, wie alt bzw. wi lange in Gebrauch diese Maschine gewesen war.

    Da fiel mir dann aber doch sozusagen die „Kinnlade“ herunter: 25 Jahre??? Unglaubliche Qualitätsarbeit, bei neueren Waschmaschinen (sogar von Miele oder Bosche) muss man sich ja auf eine deutlich kuerzere Lebenszeit einstellen, leider…

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  3. Matthias

    Wie cool! Ich hab genau die gleiche Waschmaschine noch in Betrieb und auch schon zweimal repariert.

    Vor etwa 7 Jahren habe ich die von meinen Eltern „geerbt“ weil Sie undicht war. Natürlich musste das repariert werden! Es stellte sich raus, dass der Gummischlauch vom Waschmittelfach in die Trommel zerfressen war (vermutlich weil Mama oft Zitronensäure reingefüllt hat – warum auch immer). Ersatzteil besorgt -> funktionierte wieder.

    Vor kurzem dann öfters einen leicht feuchten Boden unter der Maschine gehabt. Scheinbar trat Wasser an der Hauptdichtung aus. Also erstmal rausgefunden wie man da rankommt – begeistert die vordere Öffnungsmöglichkeit entdeckt – noch begeistertet über die kleine Tasche mit Schaltplänen innen in der Türe!! Das ist so reparaturfreundlich – toll. Im Endeffekt habe ich die Dichtung und Auflagefläche gereinigt und die Dichtung gedreht wieder eingebaut. Alles dicht.

    Bin auch mal gespannt wie lange das Teil noch hält. Du hast mich jedenfalls motiviert, bei mir auch mal nach den Kohlen zu schauen!

    Viele Grüße, Matthias

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  4. Bert

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Möglicherweise hat er unserer W698, Baujahr 1990, das allzu vorzeitige Ableben erspart, denn er hat mich auf die dringend austauschbedürftigen Kohlekontakte aufmerksam gemacht. Der eine guckte nur noch etwa 10, der andere sogar nur noch ca. 5 mm weit heraus. Ein komplettes Ersatzmodul mitsamt mehrfach längerer Kohlen hat nun gebraucht rund 20 Euro gekostet.

    Das ist nach dem Schmieren des Laugenpumpenmotors, dem Ersetzen des vom Vorredner erwähnten Zulaufbalgens sowie der Stoßdämpfer die vierte Reparatur. Geht eigentlich, für 25 Jahre. Zudem musste ich einmal einen BH-Bügel unten aus dem Laugenbehälter fischen (nach Öffnen zweier großer Spannringe um den Ablaufbalgen) – kann man nicht der Waschmaschine vorwerfen. Die alte Miele ist unglaublich schnell fertig im Vergleich zu moderneren Geräten. Und das meist ausreichende Kurzprogramm kann von den Verbrauchswerten her immer noch gut mithalten.

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    1. ST Artikelautor

      Freut mich, wenn der Beitrag geholfen hat. Bei den aktuellen Maschinen und deren Verbrauchswerten ist auch zu bedenken, dass oft die eingestellte, nominelle Temperatur nicht mehr erreicht wird:
      https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Waschmaschinen-Lange-Waschdauer-und-lauwarme-Temperaturen-4484497-0/

      Damit kann man natürlich einen massiv niedrigeren Stromverbrauch ausweisen, weil dieser sehr stark von der Temperatur bedingt wird. An sich ist das aber eine Frechheit der Hersteller. Wenn ich mit 25 statt 30 Grad oder 50 statt 60 Grad waschen will, dann kann ich das auch selbst einstellen. Dazu braucht man keine neue Waschmaschine.

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  5. Fabian

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag! Für gerade mal 54€ die Waschmaschine selbst zu reparieren ist wirklich sehr günstig. Wenn ich überlege wie teuer es ist, eine Waschmaschine bei einer Werksatt in Reperatur zu geben…. 😉

    Antworten
  6. Bernd

    Danke für die detaillierte Beschreibung. Wir haben gerade wohl einen ähnlichen Defekt bei einer Waschmaschine des Herstellers Bauknecht. Leider ist unser Gerät noch nicht ansatzweise so alt – ärgerlich. 🙁 Der Hersteller will sich aber nicht mehr darum kümmern und bevor Ich einfach ein neues Gerät kaufe, werde Ich mithilfe deiner Anleitung mal versuchen das Problem zu beheben.

    Antworten
  7. Tim

    Du weißt gar nicht wie wichtig dein Post für das Internet ist. Wie oft habe ich schon bei einem technischen Problem bei google nach Antworten gesucht und oftmals gefunden – nicht auf Herstellerseiten sondern auf kleinen Blogs oder Hobbywebsites die einfach Freude daran haben, ihre kleinen Erfolge im Kampf gegen die Technik mit anderen Menschen zu teilen. Weiter so!

    Antworten
  8. Oliver

    Die Anleitung hat meiner Miele w830 von 1994 wieder neues Leben eingehaucht. Dämpfer gewechselt, Pumpe gewechselt und dann die Kohlen inspiziert. Siehe da, sie hatten nur noch 5-8 mm. Der Trick mit den Zahnstochern ist wirklich prima.
    Vielen Dank.

    Antworten
  9. Uwe

    Perfekt, und ein großes Dankeschön.
    Das Schütteln zu Beginn des Schleuderganges hatte mich irritiert, kam sporadisch vor, aber immer öfter.
    Wenn man aber liest, wie einfach sich das Öffnen der Vorderfront gestaltet, und ich keine 2 linken Hände habe, dann war das zwar mit Zeitaufwand, nicht aber mit finanziellem Aufwand (paar Euronen)verbunden
    Kohlen waren abgenutzt, Stoßdämpfer getauscht.
    Novotronic W820
    Besten Dank nochmals!

    Antworten
  10. Uwe

    Perfekt, und ein großes Dankeschön.
    Das Schütteln zu Beginn des Schleuderganges hatte mich irritiert, kam sporadisch vor, aber immer öfter.
    Wenn man aber liest, wie einfach sich das Öffnen der Vorderfront gestaltet, und ich keine 2 linken Hände habe, dann war das zwar mit Zeitaufwand, nicht aber mit finanziellem Aufwand (paar Euronen)verbunden
    Kohlen waren abgenutzt, Stoßdämpfer getauscht.
    Novotronic W820
    Besten Dank nochmals!
    Nachtrag: Es ist so wie Tim das schreibt: die Hersteller wollen doch nicht, das der Endkunde sein Gerät repariert, sondern, das neu gekauft wird.
    Wobei zum damaligen Zeitpunkt seitens Miele noch WIRKLICHE Qualität produziert wurde.

    Antworten
  11. Andreas

    Vielen Dank für die Anleitung. Bei mir ist es eine 20 Jahre alte W822, bei der die Kohlen sowie die Stoßdämpfer ebenfalls „fällig“ sind. Anhand der Anleitung werde ich es jetzt probieren. Meine Freunde raten zum Neukauf, was ich angesichts der Qualität von Miele unsinnig finde.
    Meine erste Mielereparatur hat mich (über den Fachhandel) übrigens 300 Euro gekostet, die Gummilippe war gerissen. Davon 60 Euro Anfahrt. Das kann ich, glaube ich, selber.

    Antworten
  12. Uwe

    Nochmal ich…
    Wenn man die Kiste W820 schon mal offen hat, lohnt es sich auf jeden Fall, den Inneraum der Waschmittel-
    Schublade gründlich zu reinigen, sowie den Gummischlauch und das Plastkteil was mittels eines Gummiringes mit 2 Nuten an das Trommelgehäuse andockt.Nachdem man dann den Schlauch von innen
    betrachtet, und riecht, denkt man spontan: Und damit wasche ich meine Wäsche??? Ekelerregend.

    Das Plastikteil lässt sich relativ schwer aus dem Gummiring herausziehen, vorher natürlich die 10er Schraube lösen. Beim Rückbau erst den Ring ins Trommelgehäuse einsetzen, und dann innen hatte ich mit ganz wenig SoBLU Öl den Ring eingerieben.
    Mit etwas Druck, nicht mit Gewalt macht es dann plopp und das Plastikteil sitzt wieder.Danach logischerweise Dichtigkeitsprüfung und eventuell muss man den Türschalter etwas nach Zusammenbau justieren. Was sehr beruhigend ist, sämtliche Gummiteile weisen keine Alterungserscheinungen auf, war halt noch Qualität.

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Guter Tipp. Das ist auch oft die Ursache für „Waschmittelflecken“ bei älteren Maschinen. Ab und zu löst sich ein alter Rest aus dem Schlauch. Statt Sonnenblumenöl würde ich Silikonfett aus dem Baumarkt (Installationsbedarf) empfehlen 🙂 .

      Gruss Stefan

      Antworten
  13. Uwe

    Wenn man die die Vorderfront aufklappt(W820) und sieht im Bereich der Laugenpumpe, bzw. auf der rechten Seite an den Blechteilen Fett sieht, dann ist direkt von einem Verschleiß der Dämpfer aus zu gehen.
    Im ersten Moment schaut es aus wie normaler Schmutz, aber wenn man weiß, das es Reibungsdämpfer sind, die mit Fett arbeiten, dann ist die Sachlage direkt klar. Stoßdämpfertausch.

    Das SoBlu-Öl wurde ja auch nur minimal angewandt, um die „Rückmontage“ etwas zu erleichtern.
    An das Silikonspray, welches auch zur Verfügung gestanden hätte, dachte ich ganz einfach nicht.

    Antworten
  14. Antonia Hanne

    Ich bin begeistert! Toller Beitrag!
    Vielleicht auch jemand von den Bastlern in Bremen und umzu?
    Gleiches Modell, Baujahr ´89.

    Antonia

    Antworten
  15. Beate

    Ein riesiges Lob und dickes Dankeschön für diesen Artikel! Ich habe eine Miele desselben Typs, Baujahr ’89 und hatte genau das gleiche Problem. Nach dem Austausch von Laugenpumpe, Stoßdämpfern und Kohlebürsten nach dieser tollen Anleitung musste ich aber feststellen, dass außerdem der Verbindungsschlauch vom Waschmittelfach zum Bottich (wie auch weiter oben schon erwähnt) undicht war. Nun ist der auch ausgetauscht und die Waschmaschine läuft wieder wie geschmiert (und ohne auszulaufen). Hoffentlich noch ein paar Jahre 🙂

    Antworten
  16. uhl

    Habe eine Miele w698 seit 1988 sie läuft bisher ohne Reperatur.Das soll noch ein paar Jahre so bleiben.Jetzt bin ich auf diesen Artikel gestossen den ich sehr hilfreich fand. Ich glaube dass diese Wartung auch bei mir fällig ist.Wie ich das selber hienkriege ist hier klar beschrieben.Eine Reperatur durch den Fachservice ist zu Teuer und übersteigt den Zeitwert das rentiert sich nicht mehr.Wäre viel zu schade um die gute Miele wezuwerfen denn diese Qualität bekomme ich bei einen neuen Maschine nicht mehr.

    Antworten
  17. Jockel

    Vielen, vielen Dank für diesen Artikel !!! Meine Miele W698 ist Baujahr 92, hat aber außer kleinen Problemen nicht Ernsthaftes gehabt. Und nun hat sie eine neue Laugenpumpe verpasst bekommen, nachdem sich der ‚See‘ auch bei uns ausgebreitet hat. Super Anleitung, hat alles geklappt …

    Beim Kohlentausch bin ich auf ein Problem gestoßen: ich habe nur Zugriff von vorne. Denn Kohlenbürstenhalter bekomme ich nur ab, wenn ich die kleinen Stecker hinten abziehe. Aber bekomme ich die Stecker am Halter wieder drauf, wenn ich quasi nichts sehe ? Muss die Maschine wohl aufbocken um von unten Zugriff zu haben, oder ?

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Ich konnte bei unserer W698 alles von vorne machen. Der Blindflug war nur das Reindrücken der Kohlen. Dazu habe ich die Zahnstocher genutzt.

      Antworten
  18. Georg

    Auch von mir ein großes Dankeschön für die Anleitung. Vor einem halben Jahr habe ich auch die Kohlen und die Stoßdämpfer bei unserer W698 gewechselt. Bei den Kohlen sollte man darauf achten die etwas teureren (39 Euro) zu nehmen. Hatte erst die ganz billigen für 16 Euro, da ist aber eine schon nach einem halben Jahr verschlissen gewesen.

    Habe jetzt ein Problem, dass zuviel Wasser in die Maschine gepumpt wird. Es wird nicht rechtzeitig abgeschaltet und dann läuft es aus der Schublade raus. Hat jemand eine Idee was das sein kann?

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Hallo Georg,

      Danke für die Rückmeldung. Schön, dass es geklappt hat. Wenn der Wasserzulauf nicht stoppt, ist vermutlich der Druckschalter (auch Niveauschalter) oder der Schlauch dahin defekt.
      Gruss Stefan

      Antworten
  19. Maxi

    Guten Tag,
    auch von mir ein großes Lob für die Anleitungen! Habe 1995 eine Miele Novotronic W830 im Fachhandel gekauft; und bis Mai 2018 lief sie ohne Reparatur!!! Mußte die beiden Reibungsdämpfer wechseln, nach dem sie beim Schleudern „tanzte“. Habe bei Amazon 1 Paar Reibungsdämpfer von SUSPA – Miele baut auch diese ein – für € 15,00 gekauft. Gleich auch den Wasserzulaufschlauch erneuert und den Filter in der Maschine ausgebaut und gereinigt. ACHTUNG: Der Zulaufschlauch muß 90 Bar an den Enden haben, der Schlauch selbst 10 Bar haben!!! Miele verbaut den von SCANPART – Schlauch mit blauen Streifen. Werde demnächst auch die Motorkohlen tauschen.

    Beste Grüße aus dem Schwarzwald
    Maxi

    Antworten
  20. Max Amann

    Guten Tag,

    jetzt habe ich bei meiner Waschmaschine Miele Novotronic W830 die Motorkohlen/bürsten ausgebaut – sind noch ca. 20 cm lang – und wieder eingebaut. Jetzt blinken beim Waschen die LED-„Spülen/Spülstop“ – Maschine zieht Wasser aber nicht viel, und steht/geht nicht weiter!!!
    Sie Schleuder auch nicht. Wasser abpumpen geht!!!
    Kann es an der Luftfalle liegen?? Da zu wenig Wasser reinläuft??
    Über ein Tipp bzw. Hilfe Danke schon im voraus!

    Beste Grüße aus dem Schwarzwald
    Maxi

    Antworten
    1. ST Artikelautor

      Hallo Maxi,

      wenn Du an den Kohlen „gefummelt“ hast und danach was nicht geht, würde ich intuitiv in der Ecke suchen. Egal ob jetzt Wasser drin oder nicht (bzw die Maschine das annimmt), solltest Du über den Schleudergang sehen können, ob die Laugenpumpe anspringt und/oder die Trommel dreht. Wenn Pumpe & Motor gehen, würde ich nach dem Druckschalter und der Zuleitung (Luftfalle) schauen.

      Good luck,
      Stefan

      Antworten

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